Tina Hainschwang

born 1986 in Salzburg

studied painting & graphics at Kunstuniversität Linz

graduated in 2017

lives and works in Salzburg & Linz, Austria

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Meine Arbeiten wälzen sich in einem Kosmos aus bizarrem Glamour, allgegenwärtigen Vergänglichkeiten, abgenutzten Überresten und seltsamen Kreaturen. Irgendwo zwischen eine Vase mit Steinen bekleben, Haare ausreißen, Fell abziehen und Pflanzen eintopfen.

Es ist die Attraktivität des Grotesken, des irgendwie Abstoßenden, das Huldigen des Verwelkens, Fragmentarisches, das, was bekannt erscheint und doch zurückschrecken lässt, die Überbleibsel einer vagen Idylle, high und low:
Bauhausdraht erinnert an zerzaustes Haar, Plastik an Perlmutt, unangenehmer Teddystoff an die tote Katze.

Womöglich ein generelles Misstrauen gegen zu viel Fotofilter, latente Idylle, weil unter allem ein Abgrund lauern kann, weil es ein Dahinter gibt, weil man nicht auskommt, am Ende oder dazwischen oder so und so. Es gibt genügend Weichzeichner, lieber nochmals betonen und ein Monster aus Haaren erschaffen.

Erzählen vom Eigenartigen, vom lieblich zubereiteten Brutalen, vom erbärmlich glamourösen Überbleibsel, vom Sinnlichen…mitziehen – wenn Sie es anfassen wollen, fassen Sie es an, auch wenn es kratzt – es ernst meinen und sich trotzdem nicht andauernd todernst nehmen, keine direkte Antwort geben, nicht loslassen, hineinziehen, anziehen, überziehen.

Ich will aus den abgenagten Resten schöpfen und mit dem Unangenehmen kokettieren, ich will das Unheimliche und die dunkle Romantik, die abgeschnittenen Haare und den seidigen Pelz, die reizvolle Widersprüchlichkeit unter der Oberfläche.

…und wenn Sie später aus dem Wohnzimmerfenster in den sonnenuntergangsbeschienenen Matsch sehen, denken Sie daran…

be happy & forget me not